BIO ist total überteuert – ein Mythos

Diese Aussage hört man oft und stimmt so natürlich nicht. Bio kostet im Schnitt (10-20 %) mehr, das ist richtig. Aber diese Preise werden nicht einfach so festgelegt, sondern ergeben sich aufgrund verschiedener Faktoren. Hier ein paar Gründe im Überblick:

• Weniger Ertrag – Wer sich für die Bio-Produktion entscheidet, nimmt Ertragseinbußen von ca. 5-35 % in Kauf. Nachdem die Bio-Landwirte aber auch von etwas leben müssen, erhöht sich dadurch der Verkaufspreis pro Einheit.

• Aufwändigere Anbaumethoden – Um sich bspw. vor Schädlingen zu schützen, darf im Bio-Bereich nicht einfach mit Chemikalien gearbeitet werden. Hier kommen andere Methoden zum Einsatz, wie u.a. das Unterstützen der Selbstregulation durch das Einsetzen von Nützlingen. Solche Methoden sind zeitintensiver und teurer.

• Anspruchsvollere Verarbeitung – Im Bio-Bereich sind viele Zusatzstoffe verboten. Dadurch ist es schwieriger, z.B. eine ansprechende Konsistenz für ein Produkt zu erhalten. Hier muss oft mehr Zeit und handwerkliches Geschick in die Entwicklung gesetzt werden.

• Geringere Mengen im Handel – Auch wenn der Bio-Handel wächst, werden vergleichsweise (z.B. zu Discountern) weniger Lebensmittel umgesetzt. Dadurch sind Logistik- und Vertriebskosten pro Produkt höher.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Qualität ihren gerechtfertigten Preis hat. Außerdem verursacht Bio bei weitem weniger Umweltkosten (z.B. Beseitigen von Umweltschäden), die schlussendlich von jemand getragen werden müssen.

Anregungen zu diesem Thema? Gerne möchten wir mit euch diskutieren.

Weitere Infos dazu: http://www.boelw.de/biofrage_16.html

Bio ist überteuert - ein Mythos

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